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Kinder im Projekt El Pescador
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Erdbeben

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami


Experten in der Ruine von El Pescador

Experten in der Ruine von El Pescador (Foto: J. Schübelin)


El Pescador Innenhof nach dem Beben

El Pescador: Bis zu 80cm tiefe Risse im Boden. das Fundament des Hauses hat sich versetzt; es muß abgerissen und neu errichtet werden. (Foto: J. Schübelin)


Das Erdbeben und der Tsunami vom 27. Februar 2010 und seine Auswirkungen

Chile ist ein Land, das häufig von Erdbeben heimgesucht wird; es liegt am Rand des pazifischen Feuergürtels. An kleine und mittlere Beben sind die Chilenen gewöhnt und die Bauweise der Häuser trägt im allgemeinen diesen Naturgewalten Rechnung. Das Beben am 27. Februar allerdings zählte zu den schwersten jemals gemessenen mit der Stärke von 8,8! Für die arme Küstenregion um Coronel kam ein durch das Beben ausgelöster Tsunami dazu, der verheerende Verwüstungen anrichtete und sogar größere Schiffe ins Landesinnere riss.

Übrig blieb - auch von unserem Kindergartenprojekt El Pescador - ein gewaltiger Trümmerhaufen. Aus einem ersten Bericht eines Korrespondenten der Kindernothilfe: »Als José Horacio Wood in der Küstenstadt Lo Rojas ankam, war er erleichtert, dass die Projektmitarbeiter und die Kinder überlebt hatten, doch das Gebäude mit Kindertagesstätte und Schulkinderbetreuung, das Zuhause des Projekts El Pescador, gibt es nicht mehr. Ein Drama für die bitterarme Gegend hier, schließlich hilft die Einrichtung seit vielen Jahren, dass die Jugendlichen einen Schulabschluß erreichen.«

Aus einem Brief:
Kindertagesstätte EL PESCADOR 15. April 2010 CORONEL/CHILE
Das Erdbeben vom 27. Februar 2010 hat unser Gebäude zerstört. Es ist unbewohnbar. Sehr traurig haben wir damit begonnen, einen Platz zu suchen und herzurichten, wo wir unser Mobiliar, das Lehrmaterial und Dokumente, die uns über Jahre in unserer Zielsetzung begleiteten, lagern können.

Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen. Jungen, Mädchen, Familien und Personal - Stück für Stück versucht jeder mit seiner familiären Realität umzugehen und die eigene Angst abzulegen. In der Übergangszeit betreuen wir unsere Jungen und Mädchen einige Stunden täglich an zwei Orten der Evangelischen Kirche am Cerro Obligado und in Lo Rojas. Viele Konfliktsituationen entstehen dadurch, dass wir über keinen geeigneten Ort verfügen, der es uns ermöglicht, in angemessener Weise unsere Aufgaben den Familien vor Ort gegenüber wahrzunehmen, dem ständigen Gefühl der Unsicherheit, der Angst vor dem Verlust der Arbeit zu begegnen. Unsere Einrichtung kann nur mit Räumlichkeiten, Personal und Rückhalt durch engagierte Mitglieder der Gesellschaft dienen sowie der Hilfe durch ANIDE, JUNJI, unserer Hamburger Freunde und der Unterstützung unserer Familien, die uns nicht im Stich lassen. Die Zukunft ist ungewiss. Alles geht sehr langsam. [...]

Zum Glück können wir auf Menschen rechnen, für die die Entfernung kein Hinderungsgrund ist. Sie sorgen sich um Lösungsbeiträge, die uns in die Lage versetzen, aus unserer Situation herauszukommen. Dafür unendlichen Dank unserem Gott, der uns das Leben schenkt und uns half, einander kennenzulernen.
Jeannette Riquelme Riffo
Kindererzieherin
LO ROJAS CORONEL